ENTKERNUNG

Zu unterscheiden sind Komplettentkernungen als Vorstufe des Gesamtrückbaus und Sanierungen, die einer Nutzungsänderung des Gebäudes dienen. Wenn ein Bauwerk saniert werden soll, ist die Entkernung in der Regel die erste zu vollziehende Maßnahme. Die Sanierung oder Umgestaltung von Gebäuden wird vorbereitet, indem das Gebäude komplett entkernt wird, um das Objekt für die Neunutzung entsprechend vorzubereiten.

Die Entkernung ist also essentiell für den Beginn eines Projektes. Es ist von besonderer Bedeutung, die beim Bau verwendeten Materialien auszuwerten, mögliche Schadstoffe frühzeitig zu erkennen und diese präzise und risikolos abzubauen. Abhängig von der Beschaffenheit des zu sanierenden Gebäudes und den Baustoffen werden Maßnahmen, die Technik und gegebenenfalls auch Spezialgeräte ausgewählt.

Für Bauwerke, die durch Gefahrstoffe kontaminiert sind, gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Asbest, künstliche Mineralfasern oder Teerbestandteile werden abgetragen und nach den geltenden Regularien beseitigt und entsorgt. (Asbest nach TRGS 519; Künstliche Mineralfasern nach TRGS 521; Teerhaltige Bauelemente nach TRGS 551)

Erst wenn alle Gefahrquellen beurteilt und entfernt worden sind, beginnt ein erneuter Innenausbau. Auf diese Weise können frühere bauliche Mängel im Sanierungsvorgang beseitigt und ausgebessert werden, wodurch auch eine Wertsteigerung erreicht wird.

Eine Sanierung kann so häufig ein empfehlenswerter Schritt sein und bietet darüber hinaus eine Alternative zum Komplettrückbau einer Immobilie.